Wenn ein Grower wie Comfrey am Dutch Passion Grow Diaries-Wettbewerb teilnimmt und mit einem komplett biologisch angebauten Outdoor-Grow als Sieger hervorgeht, weiß man, dass die Genetik überzeugt. Die feminisierten Shaman-Samen von Dutch Passion sind seit Langem ein Favorit unter Outdoor-Growern, die eine robuste Sorte benötigen, die mit dem unberechenbaren nordeuropäischen Sommer – Regen, schwankende Luftfeuchtigkeit, kalte Nächte und gelegentliche Hitzewellen – zurechtkommt. Comfreys Growtagebuch zeigt, was unter den anspruchsvollen Bedingungen im Freien möglich ist, die vielen nordeuropäischen Outdoor-Cannabis-Growern nur allzu bekannt sind.
Shaman-Wettbewerbssieger im Outdoor-Anbau in lebendiger Erde

Grow-Setup und Ansatz mit lebendigem Boden von Comfrey
Umgebung: Vollständig im Freien unter nordeuropäischen Bedingungen angebaut (hohe Luftfeuchtigkeit oft 75–100 %, häufige Regenfälle und Gewitter, Temperaturschwankungen von 35 °C tagsüber auf 4–6 °C nachts). Ausschließlich mit Regenwasser bewässert.
Anzahl der Pflanzen: 2 photoperiodische Shaman Pflanzen (Nr. 1 & Nr. 2)
Cannabissamen-Art: Feminisierte Samen (Hinweis: Shaman ist auch als regulärer Cannabissamen für traditionelle Züchter und Grower erhältlich)
Topfgröße: Die Anzucht erfolgte zunächst in kleinen Töpfen mit einem Volumen von 0,6–2 Litern, dann in 16-Liter-Töpfe und schließlich in 30-Liter-Töpfe (Nr. 1) und 17-Liter-Töpfe (Nr. 2).
Anbaumedium: Lebendiger Boden auf Basis von Schwarzkohlekompost + Terra Preta, bedeckt mit selbst hergestelltem Mulch (Beinwell, Brennnessel, Malve, Minze, Nachtkerze) und Wurmhumus.
Nährstoffe: 100 % biologisch. Fermentierte Pflanzenaufgüsse aus Beinwell, Brennnessel und Schachtelhalm (700 ml auf 10 l Wasser), gelegentlich Bittersalz für Magnesium, plus Deckschichten aus Kompost, Wurmhumus und Hornspänen. Keine synthetischen Nährstoffe in irgendeiner Phase.
Anbaumethode(n): Photoperiodische Outdoor-Cannabissamen, Anbau im Living-Soil-No-Till-Stil mit Top-Dressing, LST + HST-Training in der Wachstumsphase, regelmäßiges Entblättern zur Verbesserung der Luftzirkulation und strategischer Trockenstress in der späten Blütephase zur Steigerung der Trichome.

Ab Mitte Juni, relativ spät, waren die Shaman-Pflanzen der vollen Wucht einer herausfordernden nordeuropäischen Jahreszeit ausgesetzt – heißen Frühsommertagen, gefolgt von einem anhaltend nassen und feuchten Herbst mit häufigem Regen, Stürmen, hoher Luftfeuchtigkeit (oft 90–100 %) und kalten Nächten, in denen die Temperaturen auf nur 4 °C sanken.
Bedingungen, mit denen nordeuropäische Outdoor-Grower Jahr für Jahr zurechtkommen müssen. Shaman, deren Genetik auf das niederländische Klima zurückzuführen ist, wurde über mehrere Jahre in den Niederlanden selektiv im Freien gezüchtet. Dadurch ist sie genetisch optimal an die rauen, kühlen Bedingungen angepasst und garantiert eine Ernte, bei der viele andere Sorten Schwierigkeiten hätten.
Trotz dieser schwierigen Bedingungen erwies sich die widerstandsfähige Genetik und die organische Direktsaatmethode als äußerst effektiv und erforderten nur minimale Eingriffe.
Weitere Anmerkungen des Growers: Für Outdoor-Grower mit einer kurzen Saison war dies ein recht später Start (Mitte Juni). Trotzdem entwickelten sich die Pflanzen prächtig und lieferten einen ordentlichen Ertrag. Die offene Struktur von Shaman erwies sich als resistent gegen Schimmel und Blütenfäule – genau deshalb zählen diese Cannabissamen zu den besten Outdoor-Samen für Nordeuropa. Die Fotos im Grow-Tagebuch zeigten eine dichte Trichom-Bedeckung der Blüten, trotz der heftigen Stürme.
Schnelle, stressfreie Keimung setzt frühzeitig die Weichen

Kinderleicht! Beide Cannabissamen keimten in einem Glas Wasser und kamen direkt in kleine Töpfe mit der lebendigen Erdmischung. Innerhalb weniger Tage waren sie kräftig, grün und zeigten trotz der Hitzespitzen keinerlei Stresssymptome.
Dutch Passion Tipp: Viele Grower beobachten die besten Keimungsraten, wenn sie ihre Cannabissamen zwischen zwei feuchten (niemals durchnässten!) Wattepads keimen lassen.
Schnelles vegetatives Wachstum trotz spätem Start im Freien





Trotz des späten Starts wuchsen die Pflanzen äußerst kräftig. Sie entwickelten sich schnell und reagierten hervorragend auf das Training. Mulch sorgte für gleichmäßige Feuchtigkeit, und die organischen Tees beugten Mangelerscheinungen vor.
Wöchentliche Highlights:
- Woche 1–3: Schnelles Höhenwachstum (7 cm → 15 cm → 22 cm) an langen Sommertagen.
- Woche 4: Erstes Umpflanzen in 16 l – die Wurzeln zeigen bereits Anzeichen dafür, dass sie mehr Platz benötigen.
- Woche 5: LST und HST wurden angewendet; die Pflanzen erreichten eine Höhe von 43 cm und wuchsen weiter.
- Woche 6–8: Zweite Umpflanzung (Nr. 1 in 30 l). Wöchentliches Gießen und Düngen sorgten für gute Laune. Vereinzelt traten Minierfliegen auf, die dank Brennnesseltee-Sprays aber nie zum Problem wurden.
Selbst bei spätem Wachstumsbeginn kann die Genetik von Shaman noch große Pflanzen hervorbringen, wenn man ihnen frühzeitig Platz und organische Nährstoffe gibt.

Dutch Passion Tipp: Für besonders große Pflanzen mit ertragreichen Ernten sollte man die Cannabissamen im März/April (Nordhalbkugel) drinnen vorziehen. Sie sollten täglich 18–24 Stunden Licht erhalten. So erreichen die Pflanzen eine deutlich größere Größe, wenn sie nach dem letzten Frost (etwa Mitte Mai in Nordeuropa) ins Freie gepflanzt werden können. Die Pflanzen sollten für optimale Ergebnisse langsam an die Bedingungen im Freien angepasst werden, indem man die Zeit, die sie dem Licht ausgesetzt sind, schrittweise erhöht.
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Trotz anhaltendem Regen und hoher Luftfeuchtigkeit blieb die Blüte unbeeinträchtigt






Die natürliche Lichtreduktion löste etwa in der 10. Woche die Blüte aus. Die Pflanzen wuchsen schön in die Höhe (Endhöhe ca. 157 cm) und entwickelten eine attraktive, offene Struktur, die die Luftzirkulation im feuchten Garten begünstigte. Der Duft entwickelte sich von dezent zu einem angenehmen blumig-fruchtig-holzigen Profil.
Hohe Luftfeuchtigkeit und Regen stellten die größten Herausforderungen dar, doch tägliche Kontrollen und gezieltes Entblättern hielten die Verluste gering. Trockenstress in den letzten Wochen steigerte die Trichomproduktion merklich.

Wöchentliche Highlights:
- Woche 9–11: Die Blüte setzt ein; Magnesiummangel bei der kleineren Pflanze wird mit Bittersalz behoben.
- Woche 12–14: Bei starkem Regen und Gewittern wurde ein Regenschirm benutzt. Leichte Mehltau- und Stängel-Fäulestellen wurden sofort entfernt.
- Woche 15–17: Kühlere Nächte (bis zu 4 °C) und 90–100 % Luftfeuchtigkeit. Die abschließende Entlaubung in Kombination mit Trockenstress führte zu vermehrtem Harz. Ein oder zwei kleine Knospen sind durch Fäulnis verloren gegangen, aber insgesamt ist die Pflanze unglaublich widerstandsfähig.
Ich werde die beiden nicht mehr lange stehen lassen… Insgesamt finde ich beide sehr robust und widerstandsfähig, insbesondere angesichts des wiederholt feuchten bis nassen Sommers und Herbstes. Dennoch sollte man in dieser letzten Phase wachsam bleiben und die Pflanzen gründlich untersuchen. So konnten die Verluste durch Blütenfäule minimiert werden.

Dutch Passion Tipp: In den feuchten Herbsten Nordeuropas sollten die Pflanzen so oft wie möglich kontrolliert werden. Für Guerilla-Grower erfordert dies großes Vertrauen in ihre Sorte, da die Kontrollen selten erfolgen. Fäulnis sollte frühzeitig entfernt und für gute Belüftung gesorgt werden. Die offene Struktur von Shaman in Verbindung mit ihrer starken Schimmelresistenz erleichtert dies deutlich im Vergleich zu manchen dichteren Indica-Genetiklinien.
Trotz einer der feuchtesten Saisons seit Langem eine reiche Ernte





Die Ernte erfolgte Anfang Oktober (am Wochenende des Erntedankfestes). Trotz des nassesten Sommers/Herbstes seit Langem wiesen beide Shaman-Weibchen eine hervorragende Blütenqualität und minimale Verluste auf.
Das Nassgewicht betrug ca. 500 g pro Pflanze; der Trockenertrag lag nach sorgfältiger Trocknung bei 117,5 g pro Pflanze. Ein beeindruckender Anbau mit lebendigem Boden und im Freien angebauten Cannabissamen unter besonders schwierigen Bedingungen. Trotzdem gedieh Shaman prächtig und entwickelte wunderschöne rote und violette Blütenstände. Die Trichome wirkten zum Erntezeitpunkt milchig.
Wöchentliches Highlight:
In der letzten Woche standen tägliche Kontrollen und der Schutz der Knospen vor ständigem Tau und Regen im Vordergrund. Nach der Ernte wurden die Töpfe sofort mit Wintersalaten neu bepflanzt – ein wahrer lebendiger Bodenkreislauf!
Der Duft der beiden Shaman-Sorten hat sich intensiviert. Sie sind merklich frostiger und herrlich ölig-harzig geworden. Nachdem ich bereits getrocknete und verdampfte Blütenproben sowie mehrmals einen starken Cannabis-Tee daraus zubereitet und getrunken habe, bin ich zuversichtlich, dass ich nun jederzeit bedenkenlos ernten und eine ausgewogene Wirkung erwarten kann.
Es ist ein klares, aktivierendes Sativa-High, das mich fröhlich und kommunikativ macht, aber nie zu stark, selbst bei sehr hohen Dosierungen im Tee. Die Wirkung setzt langsam ein. Einem fröhlichen Gähnen folgt ein anregender Kick und ein lang anhaltendes High, das mich sanft zurück in die Realität holt.

Dutch Passion Tipp: Verschlechtert sich das Wetter vorhersehbar vor Anfang/Mitte Oktober, sind selbstblühende Samen möglicherweise die risikoärmere Wahl im Vergleich zu feminisierten Sorten. Sie ermöglichen eine Ernte im Hochsommer ohne Qualitätseinbußen und sind eine kluge Entscheidung, wenn das Wetter im Oktober einfach zu unbeständig ist.
Shaman Erntebewertung von Comfrey
Trockenertrag
234g
Gesamtbewertung
★★★★★
Aroma
★★★★★
Geschmack
★★★★★
Wirkung
★★★★★
Optik
★★★★★
Der Anbau hat mir viel Spaß gemacht und war einfacher als gedacht. Beide Pflanzen brauchten gegen Ende etwas Pflege. Es ist eine robuste Outdoor-Sorte mit einem betörenden Duft nach Wildblumenwiese, fruchtig-säuerlichen Noten und einem angenehm warmen, holzigen Unterton.
Ob als Teeaufguss aus decarboxylierten Blüten oder verdampft – sie macht wach, kreativ und gesellig. Ideal für Cannabis-Liebhaber der alten Schule, denen die neuen, starken Sativa-Sorten zu intensiv sind und die sich nach einem aktivierenden, fröhlichen High wie früher sehnen.

Gesamtbewertung: 5/5 (Der Grower vergab insgesamt 10 von 10 Punkten.)
- Aroma: 5/5 –Bezaubernde Wildblumenwiese mit fruchtig-säuerlichen Noten und warmen holzigen Untertönen.
- Geschmack: 5/5 –Blumig, fruchtig, holzig.
- Wirkung: 5/5 – Kreativ, fröhlich, beschwingt. Ein klares, aktivierendes Sativa-High, das glücklich und kommunikativ macht, langsam einsetzt, lang anhält und nie überwältigend ist.
- Optik: 5/5 – Harzige, ölige und wunderschön strukturierte Blüten nach Trockenstress.

Schlussbetrachtung und Bonustipps
Comfreys Anbau beweist, dass die feminisierten Outdoor-Cannabissamen der Dutch Passion Sorte Shaman nach wie vor zu den robustesten und zuverlässigsten Sorten für nordeuropäische Bedingungen zählen.
Besonders beeindruckend ist, wie schnell Shaman trotz des späten Starts im Juni ihren Wachstumszyklus durchlaufen konnte! Man stelle sich nur vor, welche Ergebnisse erzielt worden wären, wenn die Pflanzen ein bis zwei Monate drinnen vorgezogen und Mitte Mai ins Freiland gepflanzt worden wären.
Shaman lässt sich von Nässe nicht beirren. Sie wurde in den Niederlanden im Freien gezielt gezüchtet, um auch starkem Regen standzuhalten und das klassische, euphorische Sativa-High der alten Schule zu liefern.

Bonus-Tipps aus dem Bericht (und ein paar zusätzliche für Outdoor-Grower, die mit lebendigem Boden arbeiten):
- Dick mulchen – das spart Wasser und ernährt die Mikroorganismen.
- Bei angekündigten extremen Wetterbedingungen errichten einige Grower ein provisorisches Planendach, um ihre Pflanzen vor dem schlimmsten Regen/der schlimmsten Hitzewelle zu schützen.
- Um die Luftzirkulation durch Entlaubung zu verbessern, sollte eine sehr scharfe Rasierklinge oder ein scharfes Messer verwendet werden, um einen sauberen Schnitt zu gewährleisten und so das Risiko von Fäulnis/Infektionen zu verringern.
- Nützlinge wie Marienkäfer sind beispielsweise bei Blattlausbefall stets hilfreich. Besonders in Gewächshäusern, wo natürliche Fressfeinde fehlen und sich Schädlinge sonst unkontrolliert vermehren können, sind Nützlinge von großem Nutzen.
- Die Schnittreste sollte man aufheben und einen „Space Tea“ daraus machen – der decarboxylierte Blütentee von Comfrey war ein voller Erfolg! Andere Grower verwenden ihre Schnittreste für Cannabis-Konzentrate, Haschisch, Cannabis-Extrakte, Tinkturen usw.
Herzlichen Glückwunsch an Comfrey zum wohlverdienten Wettbewerbssieg und vielen Dank für diesen informativen und gelungenen Outdoor-Blog. Wer robuste Cannabissamen für den Outdoor-Grow sucht, das unter den Bedingungen Nordeuropas gut gedeiht, sollte die feminisierte Sorte „Shaman“ von Dutch Passion unbedingt in Betracht ziehen.
Den vollständigen Shaman-Anbaubericht von Comfrey findest du auf der Webseite Grow Diaries.
Viel Erfolg beim Anbau!

